{"id":187,"date":"2025-01-18T04:00:51","date_gmt":"2025-01-18T03:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/schandschrift.de\/?p=187"},"modified":"2025-01-18T04:02:38","modified_gmt":"2025-01-18T03:02:38","slug":"poetry-zum-read-draw-16-01-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schandschrift.de\/?p=187","title":{"rendered":"Poetry zum Read &amp; Draw (16.01.25)"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich habe f\u00fcr eine Veranstaltung <em>Read &amp; Draw<\/em> einen Text verfasst. Die Veranstaltung wurde von dem Fachschaftsrat Literaturwissenschaften und dem Fachschaftsrat Kunst organisiert. Es war sehr sch\u00f6n, ca. 25 Menschen sa\u00dfen verteilt im Raum und haben f\u00fcr gut zwei Stunden gezeichnet, geschrieben, gelesen und vorgetragen. Der Abend fand in dem Lehrgeb\u00e4ude f\u00fcr Kunst (Am H\u00fcgel 1) statt. Mein Text entstand dabei innerhalb der zwei Tage vor der Veranstaltung.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>ohne Titel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher war mein Traumberuf Philosoph,<br>doch nach 11 Semestern halte ich die Idee f\u00fcr ziemlich doof,<br>bla bla bla, viele Namen um Kant, Marx und Fichte,<br>doch statt so viele Fragen, schreibe ich lieber komische Gedichte<\/p>\n\n\n\n<p>Oder vielleicht malen oder musizieren,<br>mittlerweile kann man sogar mit Zahlen digitale Kunst kreieren,<br>und Philosophie besch\u00e4ftigt sich oft mit Fragen, von denen man glaubt, dass sie ewig sind,<br>aber ich hab nur kurze Zeit zum Leben, daher glaub ich, dass das f\u00fcr mich eh nichts bringt<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht konnte ich <em>das<\/em> aus dem Studium lernen,<br>man sollte sich nicht so weit vom Leben entfernen,<br>vielleicht ein wenig, es macht auch ein bisschen Spa\u00df,<br>das Wichtige ist blo\u00df das richtige Ma\u00df,<br>und Philosophiestudenten haben manchmal zu viele Kilos Gras<\/p>\n\n\n\n<p>Doch so langsam muss ich erwachsen werden,<br>zumindest was meine Steuern betrifft,<br>die Deutschen nehmen sich das ja doll zu Herzen,<br>und mir wurd geraten, das macht man besser nicht bekifft.<\/p>\n\n\n\n<p>vielleicht hab ich das Gl\u00fcck und find einen guten Job in Teilzeit,<br>Aber abseits von dem, habe ich immer noch viel Freizeit,<br>und was stell ich dann so an, wenn ich ganz frei entscheiden kann?<br>Sport vielleicht, Spielen, Reisen, Politik und dann?<\/p>\n\n\n\n<p>Was mache ich, wenn ich ganz alleine bin?<br>Wenn niemand Zeit hat und die andern nicht daheime sind?<br>Wenn ich den ganzen Tag schon besch\u00e4ftigt war und alles nervt?<br>Dann ist alleine chillen vielleicht auch nicht ganz verkehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich komm nach Haus, ess Brot zum Abendessen,<br>das Handy liegt daneben, zum Zeit tot fressen<br>ach herrje, ziemlich viele Studien in den letzten Jahren zeigen,<br>mit zu viel Social Media f\u00fchlt man sich ziemlich schei\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen, doch was nicht immer einfach ist,<br>ist was Kreatives zu erschaffen,<br>den Kopf ausr\u00e4umen und Platz frei machen,<br>und so sitz ich da, mit Laptop auf dem Bett,<br>und schau auf ein wei\u00dfes Word-Dokument<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem ist blo\u00df, manchmal hab ich vor mir Angst,<br>da schlummern tiefe Zweifel im Kopf und ich versteh mich so nicht ganz,<br>was tue ich eigentlich? was soll ich schreiben?<br>vielleicht sollt ich doch beim doomscrollen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>doch manchmal dr\u00e4ngt es, tief in meinem Innern,<br>und ich konzentriere mich, um mich an Vergangenes zu erinnern,<br>ich tippe und beginne einiges zu verbalisieren,<br>aber wozu? es wird eh keinen interessieren<\/p>\n\n\n\n<p>und in dem letzten Jahr fiel mir auf, eigentlich habe ich recht,<br>ich schreib seit 5 Jahren ein Blog, und er l\u00e4uft richtig schlecht,<br>und trotzdem dreht die Welt sich noch immer weiter,<br>das Schreiben hat mich jedoch immer sehr erheitert.<\/p>\n\n\n\n<p>fr\u00fcher dachte ich, mit Worten kann ich die Welt ganz neu erschaffen,<br>und wenn die Leute blo\u00df h\u00f6ren w\u00fcrden, dann w\u00fcrden sie das auch raffen,<br>sie w\u00fcrden aufh\u00f6ren, sich st\u00e4ndig zu bekriegen, sich st\u00e4ndig zu streiten,<br>und ich w\u00e4re der Held, der es schafft, sie zu befreien<\/p>\n\n\n\n<p>doch jeder hat eine eigene Art zu leben,<br>jede ist bem\u00fcht, nach ihrem Sinn zu streben,<br>und Bedeutung zu schaffen in all diesem Chaos,<br>und manche reisen vorher nach Mexiko und Laos.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Worten andere zu erreichen, das ist nicht leicht,<br>und in der schnellen Welt von heute, hat daf\u00fcr auch niemand Zeit,<br>swipen, chatten, kaufen, konsumieren,<br>wer h\u00e4lt da noch inne, um sich auf nen Text zu konzentrieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Daher wurde der Beruf des Dichters begraben,<br>da wir tausende Filme und Serien haben,<br>der Beruf ist tot, doch die Dichterin nicht,<br>weshalb man unter Tausenden ab und an auf Dichter noch trifft.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie viele von ihnen, schreib ich nur noch f\u00fcr mich selbst,<br>mit Zeilen und Reimen verdient sich schwerlich Geld,<br>doch das ist vermutlich auch gar nicht der Punkt,<br>es ist sein Leben neuzuschreiben in Dichtung und Kunst,<\/p>\n\n\n\n<p>und manchmal, gibt es heute noch offene Orte,<br>da begegnen sich Dichter und tauschen paar Worte,<br>und schenken den anderen bisschen Ruhe und Lachen,<br>Gott schuf das Wunder von sprechenden Affen.<\/p>\n\n\n\n<p>da sitzen sie da, jeder in seiner eigenen Welt<br>und jeder tut, was ihm gut gef\u00e4llt<br>sie kritzeln und lesen, und witzeln und reden,<br>und einige schreiben, als w\u00fcrden sie beten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und auch, wenn die Zunft eine Nische heut ist,<br>so freut&#8217;s mich, wenn man Gedanken neu trifft,<br>und sanft sich mit paar Versen verpr\u00fcgelt,<br>Dichtung und Kunst am Ende des H\u00fcgels.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe f\u00fcr eine Veranstaltung Read &amp; Draw einen Text verfasst. 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